Hoch hinaus – mit der Seilbahn über Quito schweben

Nachdem ich mir am nächsten Morgen ein gemütliches Frühstück im Bett gegönnt habe, suchte ich anschließend vergeblich nach einem Taxifahrer, der mich für einen guten Preis zum Kondorenpark bringen würde. 11 Dollar wären es insgesamt geworden, so dass ich mich dagegen entschied und mich auf den Weg nach Quito machte. Selbst Sonntag waren die Metrobusse wahnsinnig voll, so dass ich lieber früher ausstieg und den Rest zu Fuß ging.
Den restlichen Tag verbrachte ich damit, ein wenig am Laptop zu arbeiten, bis ich zwei Mädels fragte, ob sie schon auf dem Teleferiqo waren, eine Seilbahn, die einen auf 4.100m Höhe über Quito bringt. Da eine von beiden noch nicht wahr, verabredeten wir uns für den darauffolgenden Tag. Kurz daraufhin schlossen sich noch zwei weitere Mädels an. Am nächsten Morgen waren wir dann zu fünft – hatte sich wohl inzwischen rumgesprochen. Eine Dänin schloss sich noch an, da sie das letzte Mal nicht viel mehr als Nebel und Wolken gesehen hatte. So waren wir 2 Kanadierinnen, eine Dänin, eine Schweizerin und eine Deutsche.
Erst wurde uns gesagt, dass man in Ecuador nicht zu fünft in ein Taxi einsteigen könnte, so wie in Peru und wohl auch in Kolumbien. Da wir alle Mädchen waren, klappte es allerdings natürlich schon beim ersten Taxifahrer.
Die Aussicht über Quito war schon schön, wenn auch anfangs etwas bewölkt. Wir gingen dann noch weiter auf den Berg hinauf, der eine noch schönere Aussicht versprach. Nach kurzem fing aber eine Kanadierin an zu schwächeln, da ihr die Höhe zu stark zu setzte, die Dänin „verloren“ wir dann weiter oben, auf Grund von Rückenproblemen durch einen Autounfall vor 4 Jahren. So waren es nur noch drei – Schweiz, Kanada und Deutschland.
Auf dem Weg nach oben beschlossen wir heute Nacht gemeinsam an den Strand zu fahren. Ich wollte den nächsten Nachtbus gleich wieder zurück nehmen, also nur einen Tag bleiben. Die beiden wollten einige Tage länger verweilen.
Als wir dann an dem Teil des Berges ankamen, ab dem es nur noch steil bergauf ging, trafen wir ein paar Einheimische, die dort gerade ihre Pause genossen. Sie meinten, es lohne sich nicht weiter hoch zu gehen. Wir entschieden uns dann letztendlich auch dagegen auf Grund von Mangel an Essen, wobei uns die Einheimischen ein wenig Brot abgaben, aber es klang einfach verlockender zum Chinesen zu fahren, als weitere drei Stunden bergan zu laufen. Also fuhren wir, kaum unten angekommen, mit einem Taxi auf die von überall sichtbare und über Quito wachende Engelsstatue – wahnsinnig groß und so wie alles, in Weihnachtsschmuck gehüllt. Unser Taxi, das uns versprochen hatte zu warten, fuhr dann an uns vorbei wieder runter. Es war aber kein Problem, da genug Taxen kamen. Die Bustickets konnten wir problemlos kaufen, obwohl selbst Ecuadorianer meinten, dass man diese, wenn man an den Strand fahren wollte, lieber im Voraus kaufen sollte, da die meisten Reisenden Weihnachten und Silvester dort verbrachten.
Zurück im Hostel wurde noch das übrig gebliebene Frühstück vertilgt, Filme geguckt und ich habe den Blog aktualisiert, wobei das immer schwieriger wurde, je mehr Leute online kamen, so dass dann alle auf mich warten mussten um das Taxi zu bestellen, weil noch fünf Fotos hochgeladen werden mussten. Dann ging es im eiskalten Bus aber endlich los.

Kategorien: Ecuador, Quito | Hinterlasse einen Kommentar

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